Global #55: Myanmar – Start meiner Südostasienreise in Yangon

Mit einer hartnäckigen Erkältung habe ich das kalte Nepal verlassen und bin nach zehnstündiger Flugreise mit Zwischenstopp in Kuala Lumpur in Yangon/ Myanmar angekommen. Um den Jetlag zu verarbeiten nehme ich mir für zwei Nächte ein Hostel im Zentrum und möchte eigentlich noch die Stadt besichtigen. Am Folgetag muss ich mich aber erstmal den ganzen Tag mit meinem Smartphone beschäftigen, welches einen Softwarefehler hat und nicht mehr startet.

Vorbei an der golden glänzenden Shwedagon Pagode verlasse ich im dichten Berufsverkehr Yangon Richtung Nordosten. Immerhin gibt es hier wieder Ampeln, welche sogar von allen Verkehrsteilnehmer beachtet werden und so komme ich zügig und gefahrlos voran. Die Landschaft ist zunächst von Teichen, Reisfelder und Palmengewächsen geprägt. In einen der unzähligen Straßenrestaurants mache ich Rast und gönne mir eine Portion Reis mit Schweinefleisch, Gemüse, Suppe, Tee und Mangosalat zum Nachtisch. Eine zweite Portion lasse ich mir gleich für das Abendessen einpacken und bin überrascht als zum Schluss insgesamt nur 1.500 Kyat (90 Cent) von mir verlangt werden.

Meine erste Polizeikontrolle habe ich gleich zu Beginn an einem Checkpoint unweit von Yangon. Die Beamten verlangen meinen Pass und fragen wohin ich reise. Meine Antwort – „die Tempel von Bagan im Norden“ – genügt ihnen und zum Abschied schenken sie mir sogar noch zwei Flaschen Wasser und wünschen mir alles Gute.

Und auch ansonsten fühle ich mich in Myanmar sehr wohl und empfinde die freundliche Art und Mentalität der Burmesen als sehr angenehm. Hin und wieder komme ich mit den Menschen in kleinere Gespräche, habe aber nicht wie in Indien das Gefühl, dass es mir zu viel wird oder meine Privatsphäre leidet.

Abends habe ich zunächst noch Bedenken wegen dem Zeltplatz, da Zelten in Myanmar eigentlich untersagt ist und andere Radreisende von unnötigen Ärger mit der Polizei berichten. Ich suche mir eine Stunde vor Sonnenuntergang auf einem abgelegenen Feldweg einen versteckten Flecken und obwohl mir ständig Menschen von den umliegenden Dörfern entgegenkommen brauche ich mir zumindest heute Nacht keine Gedanken machen.
Gleich am nächsten Tag habe ich morgens in einer Kleinstadt eine weitere Kontrolle von einem „Immigration Officer“. Nach kurzer oberflächlicher Passkontrolle kann ich aber meine Reise fortsetzen. Doch keine zwei Stunden später muss ich erneut meine Daten an einem Checkpoint angeben. Diese werden offensichtlich von allen Ausländern erhoben, da in dem Kontrollbuch ausschließlich westliche Namen registriert stehen.
Der Nachmittag vergeht dann wie im Fluge auf den ruhigen und verhältnismäßig guten Straßen. Desto weiter ich gen Osten radel, desto mehr wechseln Gebirgszüge das bisherige von Reisfeldern geprägte Landschaftsbild ab.
Abreise vom Flughafen Kathmandu
Sule Pagode im Zentrum von Yangon
Eine der unzähligen lebhaften Einkaufsstraßen in Yangon.
Arbeiter auf einem Reisfeld
Die Straßen sind gut und es gibt nur wenig Verkehr.
Alte verfallene Pagode
Die Landschaft ist von endlosen Reisfeldern geprägt.
Die burmesische Küche ist schmackhaft und vielseitig.
Die Landschaft im Osten wird zunehmend grüner und spektakulärer.

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