Global #60: Vorbei an der alten siamesischen Königstadt Ayutthaya nach Bangkok

Östlich der Stadt Mae Sot quäle ich mich 80 Kilometer durch den Taksinmaharat Nationalpark und absolviere bis zum frühen Nachmittag einen Anstieg über 1.000 Höhenmeter. Nach einer langen und verdienten Abfahrt bis zur Stadt Tak geht es weiter südwärts entlang endloser Reisfelder, welche immer wieder von Bananenplantagen durchmischt werden. Am Straßenrand werden diese ebenso wie Guaven, Jakobsfrüchte, Mangos und Papayas von den Bauern angeboten und nicht selten greife ich natürlich zu. Genauso schmackhaft und vielseitig wie die Obstauswahl ist auch die thailändische Küche. Besonders empfehlenswert sind die Suppen, die mit regionalem Gemüse und meist Reisnudeln zubereitet werden. Wer es wie ich weniger scharf bevorzugt sollte dies immer erwähnen, denn thailändische Speisen sind für ihre feurige Würze bekannt.
Auf meiner Fahrt komme ich immer wieder an buddhistischen Klöstern vorbei und so frage ich eines abends in einer Kleinstadt, ob ich auf dem Gelände der Tempelanlage mein Zelt aufschlagen darf. Ohne lange zu überlegen heißt man mich willkommen und reicht mir zu Begrüßung  eine Flasche kaltes Wasser. In der Nacht bekomme ich aber kaum ein Auge zu, da die freilaufenden Hunde mich misstrauisch beäugen und ständig anbellen und jaulen.
Am folgenden Morgen geht es nach Ayutthaya nördlich von Bangkok. Die historische Stadt war einst Zentrum des siamesischen Königreiches bis es im 18. Jahrhundert durch die Burmesen (heutiges Myanmar) nahezu zerstört wurde. Mit dem Untergang Ayutthayas wurde Bangkok als neue Hauptstadt gegründet, wobei Gebäude und Strukturen Ayutthayas als Vorbild dienten und teilweise sogar detailgetreu kopiert wurden.
Für eine umfassende Besichtigung der Altstadt bräuchte man mehrere Tage und so nutze ich meine knappe Zeit für die Besichtigung des königlichen Tempels „Wat Phra Si Sanphet“ und fahre mit dem Fahrrad eine kleine Runde durch die restliche Altstadt.
Mit Verlassen der Stadt setzt am Nachmittag ein kurzer kräftiger Gewitterschauer ein und zum ersten Mal seit Monaten bekomme ich wieder nasse Füße. Die Abkühlung ist mir jedoch sehr willkommen, da es tagsüber bis zu 37 Grad heiß wird und man bei der hohen Luftfeuchtigkeit ständig ins Schwitzen gerät.
Von Ayutthaya bis Bangkok ist es am folgenden Morgen nicht mehr weit, doch auf dem Highway herrscht bereits viel Verkehr. Im Vergleich zu Istanbul, Teheran oder Delhi ist es aber regelrecht entspannt und am 20. Februar 2018 erreiche ich gegen Mittag das Stadtzentrum Bangkoks.
Taksinmaharat Nationalpark
Bild o.l.: Jakobsfrüchte; Bild o.r.: Reisfelder; Bild unten: Zuckerfabrik (die LKWs haben Zuckerrohr geladen)
Die Straßen sind meist mehrspurig und breit und der Verkehr wird von unsinnigen Pickups dominiert.
Übernachtung im buddhistischen Kloster.
Tempelruinen von Ayutthaya
Wat Phra Si Sanphet in Ayutthaya
Schnellstraße in Bangkok
Die Khao San Straße in Bangkok ist Tag und Nacht sehr lebhaft.

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