Global #75: Endlose Weiten, hohe Berge, Canyons – Willkommen in Arizona // Wetterumschwung und Begegnung mit Laura

Obwohl ich auf meiner Radreise viele Wüsten und trockene Gegenden bereist habe kann ich dennoch Gefallen an Arizona finden. Anfangs folge ich der Route 66 über Kingman und Williams bis Flagstaff, wobei es bis auf 2.200 Höhenmeter geht. Die Landschaft wandelt sich dabei allmählich, sodass es grüner aber auch deutlich kühler wird.

Weil für die kommenden Tage schlechtes Wetter gemeldet ist gönne ich mir in Flagstaff einen Ruhetag und entspanne im Park bei Sonnenschein, wobei ich die Zeit auch nutze um meine Ausrüstung zu pflegen und mir Gedanken zur weiteren Route mache, welche mich voraussichtlich über Utah und Colorado führen wird.

Von Flagstaff geht es vorbei am Humphreys Peak, welcher mit 3.829 Metern die höchste Erhebung Arizona’s ist. In der nächsten Stadt „Tuba City“ treffe ich an einem Morgen auf die französische Radreisende Laura, die ebenso wie ich zum unweit entfernten Monument Valley will. Wir tauschen deshalb unsere Kontakte aus und wollen uns einen Tag später wieder treffen.

Dem Highway US 160 folgend ist es am Nachmittag noch freundlich und sonnig doch zum Abend schlägt das Wetter schlagartig um und nachdem ich mit Mühe und Not einen geeigneten Zeltplatz finde und im Sturm mein Tarp aufspanne habe ich allmählich Bedenken, da sich der Himmel mehr und mehr zuzieht. Nachts bricht dann die Hölle los und der Sturm sowie der Regen machen mir und meinem Zelt schwer zu schaffen, wobei ich kaum Schlaf finde. Am nächsten Morgen ist es dann bitterlich kalt und in der Stadt Kayenta treffe ich mich wieder mit Laura, welche ebenfalls eine schlaflose Nacht hinter sich hat. Im Park müssen wir erstmal unsere Sachen zum Trocknen aufhängen und zum Aufwärmen gönnen wir uns einige Kaffee’s bei Burger King.

Historische Eisenbahn welche bis in die 50er Jahre zwischen Chicago und Los Angeles verkehrte.
Endlose Weite in Arizona
Während auf dem Humphreys Peak noch Schnee liegt sprieses im Tal bereits Blumen und Pilse 🙂
Urige Cafés und Restaurants beleben bis heute den Mythos der Route 66.
Endlose Güterzüge
Kurz vor Tuba City mache ich einen Abstecher…
… und radel Offroad durch dieses abgelegene Tal.
Nach 15 Kilometer Offroad geht es dann aber wieder auf den Highway.

Nach einem Gewitter treffe ich mich in der Stadt Kayenta mit Laura wieder. Im Park müssen wir beide erstmal unsere Sachen zum Trocknen aufhängen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*