Global #63: Die Westküste Thailands // Pause in Krabi // Visum Antrag USA vorbereiten

Mit Ashley war ich gut eine Woche unterwegs und gemeinsam radelt es sich doch am schönsten. Wenn man soviel erlebt wie wir hat man sich natürlich einiges zu erzählen und da der spaßige Australier immer gut gelaunt und lustig drauf war hatten wir eine tolle Zeit.
Umso schwerer fällt uns beiden daher der Abschied als wir uns in der Stadt Chumphon trennen müssen. Während Ashley’s Visum in einer guten Woche ausläuft und er somit Thailand zügig verlassen muss, geht es für mich entlang der Westküste Richtung Süden wo ich in der Stadt Trang den US-Amerikaner Michael wieder treffen möchte.
Der Süden Thailands ist bekanntlich durch den Islam geprägt und so sehe ich die folgenden Tage des Öfteren wieder Moscheen und Minarette sowie Männer, Frauen und Kinder, welche Takke (islam. Gebetskappe) oder Hijab (islam. Kopftuch) tragen. Meistens radel ich jedoch durch satt-grüne Nationalparks und passiere nur wenige Städte.

An einer Polizeisperre staut sich der wenige Verkehr und als ich passieren möchte, werde ich zu meiner Überraschung von den Beamten herausgewunken. Als der Kommandant mich prüfend mustert und meine Ausrüstung oberflächlich inspiziert, zieht sein Kollege unerwartet sein Smartphone aus der Tasche und ehe ich es begreife posiere ich bereits mit der Polizei für ein privates Selfie. Statt Ausweiskontrolle und üblichen Formalitäten schenkt man mir noch eine Flasche Wasser, sodass ich meine Fahrt fortsetzen kann.
50 Kilometer vor der Stadt Krabi suche ich abends noch einmal einen Buddhistischen Tempel für eine Übernachtung auf. Zu meiner Überraschung sind jedoch alle Mönche abwesend, sodass ich niemanden antreffe. Also heißt es abwarten und nach einer guten Stunde kommt ein weißes Auto angefahren. Das am Steuer sitzende Ehepaar ist glücklicherweise mit dem Kloster vertraut und nach kurzem Telefonat habe ich das Einverständnis eine Nacht und ganz alleine auf dem Gelände zu zelten.
In Krabi komme ich am späten Morgen des Folgetages an und nehme mir ein Gasthaus unweit vom Zentrum. Da es mit der Reservierung einen Fehler gab bekomme ich sogar zum gleichen Preis ein geräumiges Einzelzimmer mit Bad, Kühlschrank, Klimaanlage und Balkon. Für Sightseeing habe ich jedoch wenig Sinn, da ich meinen Antrag für das USA Visum vorbeireiten muss. Alleine für das Ausfüllen des Formulars benötige ich gute drei Stunden und quäle mich durch dämliche Fragen bezüglich Sicherheit und Terrorismus. Letztendlich scheitere ich jedoch an der Überweisung der Gebühren und muss dies später bei einer lokalen malaysischen Bank erledigen, um anschließend den Interviewtermin mit der US Botschaft in Kuala Lumpur zu vereinbaren. Ganz schön viel Bürokratie!
Auf einer Baustelle im Nirgendwo treffen wir auf den Radfahrer Kurt aus New York und fünf Minuten später kommt noch ein Holländer hinzu 🙂
Im Südwesten Thailands wird es nochmal leicht bergig. Bild links unten: Minishrine am Straßenrand.
Als ich am Abend auf dem Klostergelände ankomme sind alle Mönche abwesend.
Typisches Markttreiben in Thailand. In den Touristenorten sind die Preise meist doppelt so teuer.
Selfie mit der Polizei vor der Straßensperre.
Morgendliche Stimmung in den Tropen.
Panorama unweit des Nationalparks Khao Lak – Lam Ru
Sicherheitsfragen im US Visum Formular. Bildquelle: https://ceac.state.gov/ceac/
Stadt Krabi

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